Unternehmensgründung

Am Anfang einer Unternehmensgründung steht eine ganze Reihe persönlicher, ökonomischer und juristischer Fragestellungen. Während die persönlichen und ökonomischen Aspekte einer Unternehmensgründung hochgradig situativ und individuell sind, ist die juristische Seite der Gründung ein weitgehend starrer Rahmen, mit dem die eigene Idee in Einklang gebracht werden muss.


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Wir wollen auf dieser Seite die juristischen Aspekte der Gründung einmal genauer beleuchten und Ihnen außerdem aufzeigen, wie Sie den im Grundsatz starren juristischen Rahmen ein wenig flexibler gestalten können. Dabei beleuchten wir die rechtliche Situation zunächst unter der Prämisse, dass Sie schwerpunktmäßig in Deutschland geschäftlich tätig sein wollen und ihren persönlichen Wohnsitz (Steuerwohnsitz i.S.v. § 1 Abs. 1 EStG) in Deutschland beibehalten, während die zweite Variante für Auswanderer und digitale Nomaden relevant ist.

Unternehmensgründung in Deutschland

Die Unternehmensgründung in Deutschland umfasst vier wesentliche formale Schritte.

    1. Erstellung der Gründungsurkunde: entfällt bei Kleinunternehmern und Einzelkaufleuten, relevant für Personenhandelsgesellschaften, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften und wirtschaftliche Vereine. Die Gründungsurkunde enthält die Satzung und die Gesellschafterliste sowie die vom jeweiligen Spezialgesetz vorgesehenen Mindestinformationen, etwa Kapital der Gesellschaft und vertretungsberechtigte Personen.
    2. Anmeldung zum Handelsregister: entfällt bei natürlichen Personen, sofern diese nach § 1 Abs. 2 HGB kein eintragungspflichtiges Handelsgewerbe betreiben. Die Eintragung ist nach § 2 HGB dennoch möglich, womit auch der Kleinunternehmer zum Kaufmann wird. Der im Handelsregister eingetragene Name, der zu Identifizierungszwecken einmalig sein muss, ist die Firma des Unternehmens.
    3. Gewerbeanmeldung beim zuständigen Gewerbeamt. Die Gewerbeämter sind Teil der kommunalen Ordnungsbehörden und somit über die lokal zuständige Stadtverwaltung zu finden. Grundsätzlich ist lediglich eine Anzeige der Aufnahme des Betriebes nach § 14 GewO erforderlich, ist das Gewerbe allerdings nach §§ 29 ff. GewO erlaubnispflichtig, muss die Erteilung der Erlaubnis durch die Behörde im Namen der Firma beantragt und abgewartet werden.
    4. Betriebserfassung beim Finanzamt: das Finanzamt nimmt eine Erfassung des Unternehmens für steuerliche Zwecke für, teilt dem Unternehmen eine Steuernummer zu und beantragt ggf. für das Unternehmen eine europäische Umsatzsteuer-ID bei der Bundeszentrale für Steuern.

Bei einer Unternehmensgründung in Deutschland mit deutschem Steuerwohnsitz empfiehlt sich in aller Regel die Gründung einer GmbH. Die wesentlichen Vorteile gegenüber einer Personenhandelsgesellschaft sind:

    1. Die Haftungsbeschränkung: die GmbH ist als Kapitalgesellschaft mit einem eigenen Vermögen ausgestattet. Dieses Vermögen haftet grundsätzlich auch für die Verbindlichkeiten der GmbH – ein Haftungsdurchgriff auf die Gesellschafter ist nur in Extremfällen wie vorsätzlichem betrügerischem Verhalten oder intransparenter Bilanzierung denkbar.
    2. Als Kapitalgesellschaft ist die GmbH nach dem Körperschaftsteuergesetz steuerpflichtig, welches mehr Spielräume zur Gestaltung bietet als das Einkommenssteuergesetz. Insbesondere die Möglichkeit der steuerbegünstigten Thesaurierung und Reinvestition in den Betrieb machen die GmbH den Personenhandelsgesellschaften in vielen Fällen überlegen. Unsere Partner von Staatenlos stellen anschaulich dar, wie sich mit einer mehrgliedrigen Körperschaftsstruktur selbst innerhalb von Deutschland die Steuerlast signifikant reduzieren lässt.

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Einfache Offshore-Gesellschaften

Für Unternehmer, die nicht aus persönlichen Gründen an Deutschland gebunden sind, wird eine Wohnsitzverlegung ins Ausland in aller Regel die attraktivere Option sein. Steuerlast und Regulierungsdichte sowie eine gewisse anti-unternehmerische Grundstimmung in der Gesellschaft machen Deutschland für hauptberufliche Gründer und Unternehmer zu einem wenig attraktiven Standort. Über eine Firmengründung im Ausland sollten aber insbesondere auch selbstständig tätige digitale Nomaden nachdenken, da die Wohnsitzlosigkeit geschäftliche Angelegenheiten wie die Eröffnung von oder die Abrechnung mit Bankkonten häufig beträchtlich erschwert.

Klassische Offshore-Gesellschaften in der Karibik eignen sich dann, wenn der Unternehmer anonym bleiben will, etwa aus wettbewerbsrechtlichen Gründen. Allerdings können sich geschäftliche Operationen mit diesen sehr schwerfällig gestalten, da Banken in den meisten Ländern solche Gesellschaften in aller Regel sehr kritisch durchleuchten, bevor sie die Eröffnung eines Geschäftskontos erlauben. Glücklich ist, wer ausschließlich in Bitcoin zahlende Kunden hat. Für alle herkömmlichen Geschäftsmodelle eignen sich simple Offshore-Gesellschaften mit guter Reputation wie die US-Amerikanische LLC oder die Britische Limited (Ltd.) eher. Diese können zwar nur in speziellen Fällen (z.B. eine LLC in Wyoming oder New Mexico) mit Anonymität punkten, dafür werden sie allerdings ohne größere Probleme Bankkonten erhalten und die Rechnungen dieser Gesellschaft werden die – etwa in Europa ansässigen – Kunden dem Finanzamt gegenüber nicht in Erklärungsnot bringen.

Letztere Erwägung ist insbesondere für B2B-Geschäftsmodelle enorm wichtig. Im B2C-Bereich ist die steuerliche Absetzbarkeit von Rechnungen häufig weniger bis gar nicht relevant.

Warum sie eine LLC brauchen

Das Interessante an einer Gesellschaft wie der LLC in den USA ist, dass sie zwar im Prinzip eine Kapitalgesellschaft mit eigenem Vermögen und Haftungsbeschränkung ist. Somit ist das Privatvermögen wie bei Nutzung einer GmbH vor den geschäftlichen Verbindlichkeiten sicher.

Wenn an der LLC allerdings ausschließlich Personen beteiligt sind, die

    1. Keine Staatsbürgerschaft der USA innehaben,
    2. Keinen Wohnsitz in den USA haben und
    3. Keine Greencard oder dauerhafte Aufenthaltserlaubnis haben, die ihnen die geschäftliche Tätigkeit in den USA erlauben würde,

kann sich die LLC von der Bundessteuerbehörde der USA (IRS) als Disregarded Entity registrieren lassen. Sie gilt dann nicht als inländische Körperschaft und unterliegt auch nicht der Körperschaftssteuer auf Bundesebene. Da viele US-Bundesstaaten keine eigene Körperschaftssteuer erheben, ist die Gesellschaft somit steuerlich gesehen effektiv eine Personengesellschaft. Personengesellschaften werden nicht eigenständig besteuert, sondern das Einkommen ist von den Gesellschaftern als persönliches Einkommen zu versteuern – selbstverständlich nicht in den USA, sondern am persönlichen Steuerwohnsitz.

Wer seinen Steuerwohnsitz in Deutschland hat, profitiert steuerlich also grundsätzlich erst einmal nicht. Das mit der Geschäftstätigkeit erzielte Einkommen ist als persönliches Einkommen nach dem EStG zu versteuern. Dennoch ergibt eine LLC selbst bei deutschem Wohnsitz Sinn, da sich die Bürokratie enorm reduziert: Die persönliche Einkommenssteuererklärung ist wesentlich einfacher als die Körperschaftsteuererklärung. In den USA ist die Bürokratie für eine Disregarded Entity sehr überschaubar: ein simples Formular, in dem erklärt wird, dass die Gründe der Registrierung als Disregarded Entity noch vorliegen. Wer bei deutschem Wohnsitz mit einer LLC operiert, spart sich zwar erst einmal keine Steuern, aber sehr viel Bürokratie (oder Kosten für einen Steuerberater).

Noch interessanter wird es, wenn Sie persönlich nicht steuerpflichtig sind. Dies kann sich aus folgenden Sachverhalten ergeben:

    1. Sie sind Perpetual Traveler und nirgendwo ansässig. Ohne Wohnsitz bzw. Lebensmittelpunkt in einem bestimmten Land entsteht auch kein steuerlicher Wohnsitz (Ausnahme: Sie haben die Staatsbürgerschaft der USA oder Eritreas).
    2. Sie sind in einem Land ohne Einkommenssteuer ansässig, z.B. St. Kitts and Nevis, Monaco, Bermuda, Bahamas oder Vereinigte Arabische Emirate.
    3. Sie sind in einem Land mit reiner Territorialbesteuerung (steuerfreies Einkommen aus ausländischen Quellen) ansässig, z.B. Panama, Costa Rica, Paraguay oder Georgien.
    4. Sie sind Berechtigter eines Non-Dom-Programms oder eines ähnlichen steuerlichen Sonderstatus, der die Auslandseinkünfte gebietsfremder Einwohner von der Steuerpflicht ausnimmt. Länder, die solche Programme anbieten, sind etwa Irland, Zypern, das Vereinigte Königreich, Portugal und Südkorea. Beachten Sie, dass diese Programme in aller Regel entweder zeitlich begrenzt oder an laufende Nachweispflichten gebunden sind.

In diesem Fall ist weder Ihre LLC steuerpflichtig (Disregarded Entity-Status führt immer zu Pass-through taxation beim Gesellschafter), noch Sie persönlich. Sie haben sich somit vollkommen legal restlos von jeder Einkommenssteuer befreit.

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