BAG verweist Frage der Verjährung von Urlaubsansprüchen an den EUGH

Die Klägerin war bei dem Beklagten als Steuerfachangestellte und Bilanzbuchhalterin beschäftigt. Nach Ende des Arbeitsverhältnisses forderte sie den Arbeitgeber auf, ihr den nicht genommenen Urlaub einiger Jahre abzugelten. Grundsätzlich richtet sich die Verjährung nach § 7 Abs. 3 BUrlG. Demnach muss Urlaub bis auf wenige Ausnahmen immer im laufenden Kalenderjahr genommen werden. Jedoch hat das Bundesarbeitsgericht den Wortlaut des § 7 BUrlG vor einiger Zeit eingeschränkt.

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Schadensersatz und Versicherungsleistungen bei Betriebsschließung wegen des Coronavirus (2/2)

Wirtschaftliche Schäden am eigenen Betrieb sind und bleiben ein erhebliches Problem im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Unternehmensrecht Aktuell hatte in diesem Zusammenhang bereits auf zwei Urteile des LG München I hingewiesen. In diesem Beitrag soll es weiterhin um Fragen rund um die Betriebsschließung wegen des Coronavirus gehen. Dabei geht es um ein weiteres Urteil des LG München I vom 22.10.2020 […]

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BGH: Entziehung der Geschäftsführungsbefugnis eines Komplementärs

Der BGH hat sich in einem Urteil vom 13.10.2020 (Az. BGH II ZR 359/18) mit der Frage befasst, welche Anforderungen an die Entziehung der Geschäftsführungsbefugnis eines Komplementärs zu stellen sind. Die Kommanditgesellschaft ist von ihrem Grundkonzept her als Personengesellschaft ausgestaltet. Entsprechend diesem Konzept sollen persönlich haftende Gesellschafter die Geschäfte führen, die beschränkt haftenden Kommanditisten sind nach § 164 HGB von […]

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LG München I: Versicherungsleistungen wegen Corona-bedingter Betriebsschließung (1/2)

Das LG München I hat in den vergangenen Wochen zwei Streitfälle zwischen Unternehmern und Versicherern entschieden. In beiden Fällen haben jeweils Unternehmer ihre Betriebsschließungsversicherung auf Zahlung aus dem Versicherungsvertrag in Anspruch genommen. Die Entscheidungen enthalten einige interessante Grundsätze zur Auslegung von Betriebsschließungsversicherungsverträgen. LG München I 12 O 7208/20 Im ersten Urteil vom 17.09.2020 nahm die Betreiberin einer privaten Kindertagesstätte ihre […]

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BGH: Ausschluss eines Gesellschafters bei unvollständig geleisteter Einlage

Das Stammkapital der GmbH ist unantastbar. Dies hat seine Gründe in der Natur des Handelsverkehrs; zwecks Vertrauensschutzes und Rechtssicherheit muss jede Gesellschaft ein gewisses Kapital öffentlich im Handelsregister beziffern, das ihren Gläubigern haftet, und das nach § 30 Abs. 1 S. 1 GmbHG nicht an die Gesellschafter ausbezahlt werden darf. Problematisch wird dieses Gebot, wenn es zu einem Zerwürfnis zwischen […]

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