Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel in der ZAR

Die Zentralafrikanische Republik hat Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt. Nachdem sich die juristische Situation in Honduras als vorläufig ungewiss herausgestellt hat, ist die ZAR nun das zweite Land der Welt nach El Salvador, das offiziell die volle Adoption der ältesten und wichtigsten Kryptowährung der Welt vollzieht.

Die ZAR hatte bis dato den CFA-Franc als einziges gesetzliches Zahlungsmittel genutzt, der mit einem festen Wechselkurs an den Euro gekoppelt ist. Dies hängt schwerpunktmäßig mit dem erheblichen Einfluss Frankreichs in der ehemaligen französischen Kolonie zusammen. Als relativ einkommensschwaches Land hatte die Inflation des Euro die Bevölkerung der ZAR heftig getroffen, zudem haben Teile der Bevölkerung keinen Zugang zu herkömmlichen Finanzdienstleistungen. Da der Zugang zu Krypto-Wallets mit jedem internetfähigen Gerät möglich ist (diese haben eine ähnliche Verbreitung wie in Europa), ist das Problem einer nicht hinreichenden Abdeckung mit Finanzdienstleistungen somit auf einen Schlag ausgehebelt.

Nachdem El Salvador 2021 als Pionier vorangeprescht war und Bitcoin als erstes Land der Welt zum gesetzlichen Zahlungsmittel gemacht hatte, äußerte Nayib Bukele, der Präsident El Salvadors, die Prognose, dass 2022 fünf oder sechs weitere Länder folgen dürften. In Paraguay wurde ein entsprechender Vorschlag wegen einer nicht hinreichenden Anpassung des Steuerrechtes abgelehnt, ein neuer Vorschlag in absehbarer Zeit erscheint allerdings naheliegend. In Honduras war die Zentralbank der Adoption mit dem Argument entgegengetreten, dass zuvor eine Verfassungsänderung erforderlich sei.

In Panama hat ein vergleichbares Gesetzesvorhaben bereits die Nationalversammlung passiert. Dieser macht Bitcoin zwar streng terminologisch nicht zum gesetzlichen Zahlungsmittel, allerdings werden Kryptowährungen derart ins Zivilrecht Panamas integriert, dass sie vollumfänglich als Zahlungsmittel genutzt werden können. Derzeit steht die abschließende Überprüfung durch den Präsidenten aus. Unternehmensrecht Aktuell behält das Verfahren im Auge und wird das Gesetz vorstellen, sobald es tatsächlich in Kraft tritt.

Bukeles Prognose scheint sich nach und nach zu bestätigen.

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